Tanz der Zitronen

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Ein erhellender und teils humorvoller Insiderbericht über eine anfängliche Traumkarriere als Drehbuchautorin Nicole Houwer, die nach und nach von Skandalen, Korruption, einem jahrelangen Gerichtsverfahren und dem frühen Tod einer ZDF-Redakteurin überschattet wird.

 

Autorin: Nicole Joens

ISBN: 978-3-944251-13-4

CINDIGO, Klappenbroschur 288 Seiten … zur Leseprobe

 

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Kommentare: 11
  • #1

    Huber Michaela (Samstag, 28 September 2013 08:42)

    Ein interesantes Sachbuch zu einen spannenden Thema!
    Die Autorin Nicole Jones beschreibt in Ihren Buch ihre Erfahrungen als Drechbuchautorin. Sie war unter anderem für die ARD Serie Marienhof in der Anfangszeit tätig.
    Folgende Themen werden in diesem Buch behabdelt: Schleichwerbung, Drechbuchaufträge durch Bestechung, Stufenarbeitsverträge die es ermöglichen zu Dumpingpreisen fast fertige Drehbücher zu bekommen, kaum Möglichkeiten das Senderformat zu verändern ( es bleibt bei Sport und Krimis), Abhängigkeit von Redakteuren, wenig Möglichkeit sein Wissen einzubringen.
    Die Themen wurden von der Autorin sehr anschaulich geschildert. Bisher habe ich mich zwar über die hohen Gebühren und auch über das langweilige Programm geärgert, aber ansonsten habe ich mich nicht weiter damit befasst.

    Dieses Buch hat mich sehr erschüttert beim Lesen. Ich stelle mir vor, das es so keinen Spaß machen kann sein Geld in einem künstlerischen Beruf zu verdienen, wenn man seine Kunst nicht ausleben darf. Auch die schlechte Zahlungsmoral der öffentlich-rechtlichen Sender hat mich erschreckt.

    Aufgrund dieses Buches sind mir viele geschilderte Dinge, wie beispielsweise, wie sollen Frauen dargestellt werden, tatsächlich aufgefallen.

    Leider habe ich auch Kritikpunkte.
    Der Aufbau dieses Buches ist sehr sprunghaft, dies erschwert das Lesen enorm. Es findet ein Wechsel von Gegenwart und Vergangenheit statt. Den Einstieg mit dem Tod einer Redakteurin fand ich schwierig.
    Das größte Manko dieses Buches sind aber die vielen Rechtschreibfehler, die besonders für ein Sachbuch unakzeptabel sind.

    Die Autorin beweißt mit diesem Buch sehr großen Mut. Als Leser merkt man, wie sehr sie ihren Beruf liebt! Ein Sachbuch mit vielen biografischen Elementen, das absolut lesenswert ist!

  • #2

    raschke64 (Samstag, 28 September 2013 08:43)

    ... eine Insidergeschichte über das öffentliche-rechtliche Fernsehen. Nicole Joens erzählt in diesem Buch über ihre Erlebnisse mit ARD und speziell mit ZDF. Sie ist Drehbuchautorin für die Sender (gewesen) und hat mehr als nur einen kleinen Blick hinter die Kulissen getan. Sie schreibt selbst, dass es ihre Sicht auf die Vorfälle ist, die in diesem Buch zum Ausdruck kommt. Ich kann und will nicht einschätzen, inwieweit dies subjektiv oder objektiv ist. Für mich war das Buch mehr als nur ein interessanter Blick auf das öffentlich-rechtliche Fernsehen, das in Deutschland zwangsfinanziert ist. Joens Beschreibung passt sich nahtlos in die in letzter Zeit immer öfter laut werdenden Beschwerden diverser Künstler (vor allem Musiker - oder werden die nur einfach mehr wahrgenommen?) zur Wahrnehmung und Verwertung ihrer Rechte ein. Und auch zu den immer öfter öffentlich werdenden Skandalen einzelner Sender, wobei mir hier besonders der MDR und Kika aufgefallen sind, was aber sicher daran liegt, dass ich in dem Einzugsbereich wohne und die (Print)Medien hier einfach öfter darüber berichten als z. B. über den BR.
    Das Buch hat mir aber eine andere Erkenntnis gebracht: Als Laien im Fernsehgeschäft, aber als interessiert-normalem Zuschauer ist mir schon lange aufgefallen, dass sich die Angebote, speziell bei ARD und ZDF, immer mehr verkleinern, die Formate immer ähnlicher werden oder an Trivialität die Privatsender übertreffen (oder unterbieten). Dabei stört mich noch nicht mal das mehr als großzügige Sportangebot, allerdings stört mich schon lange, dass für gleiche Veranstaltungen (z. B. WM) im wöchentlichen Wechsel sowohl ARD wie ZDF Riesenstäbe zur Berichterstattung hinschicken. Noch mehr ist mir aufgefallen, dass gerade bei Filmen - und zwar speziell die um 20.15 Uhr - neben den immer gleichen Themen auch noch die immer gleichen Schauspieler auftauchen und man als Zuschauer damit "dauerbeschallt" wird. Kultur, die etwas außerhalb des Mainstreams ist oder für die sich nicht gleich Millionen Zuschauer interessieren, kam früher zu absolut untauglichen Zuschauerzeiten vor, heute selbst da nicht mehr. Das Niveau wird flach und flacher - und ich als Zuschauer habe mich schon lange davon verabschiedet. Zum Glück gibt es (noch?) genug gute Bücher.
    Wer sich also für die Abläufe im Fernsehen interessiert, dem sei dieses Buch wirklich empfohlen. Mir hat das Cover auch gut gefallen, der außergewöhnliche Titel erklärt sich im Buch.
    Weniger gut haben mir allerdings die vielen Druckfehler gefallen, hier gibt es definitiv noch Verbesserungsmöglichkeiten.

  • #3

    James Cook (Samstag, 28 September 2013 08:44)

    Spannende Lektüre: mutig, kundig, treffend auf den Punkt und genau mit dieser Prise Sarkasmus, der mir liegt.
    Empfehle ich alljenigen, die zu viele Flausen im Kopf haben.
    Und auch denen, die das Hoffen noch nicht ganz verlernt haben!
    Meine Empfehlung!

  • #4

    Fabella (Samstag, 28 September 2013 08:45)

    Inhalt:
    Die Autorin schildert ihre Erfahrungen ihrer langjährigen Arbeit als Drehbuchautorin bei den Öffentlich-Rechtlichen. Was für Außenstehende oft den Anschein der seriösen Fernsehanstalten scheint, kämpft hinter den Kulissen mit schweren Geschützen wie Korruption, Druck und viel angestaubten Zeitgeist. Nicole Joens legt die Fakten auf den Tisch, wie es wirklich zugeht. Zeigt uns Ausschnitte, wo unsere Zwangsgebühren bleiben oder auch verschwinden und das man fast machtlos ist im Getriebe dieser Machthaber.

    Meine Meinung:
    Ich finde es sehr schwer, hier eine vernünftige Meinung aufzuschreiben, denn natürlich kenne ich jetzt nur den Blick, den mir die Autorin hier bietet. Und natürlich könnten Skeptiker jetzt sagen, es gibt immer zwei Seiten, zwei Sichten, zwei Meinungen. Stimmt. Doch ich kenne nur diese hier und daher werde ich meine Meinung "einfach" zu dem hier gelesenen abgeben. Und ohne Diskussionen darüber, ob irgendwas nicht auch erfunden, erlogen oder verdreht sein könnte. Ich denke, dafür bin ich dann der falsche Ansprechpartner. Ich kommentiere hier nur das Gelesene.

    Zunächst einmal muss ich ehrlich sagen, dass ich schon argen Respekt vor der Autorin habe, die sich hier bestimmt auf nicht ganz ungefährliches Terrain begibt, in dem sie so viel internes offen legt. Doch ich gebe zu, vieles, was ich las, habe ich auch schon oft gedacht über ARD und ZDF. Immer wieder die gleichen Konzepte. Krimi und Sport bis zum Abwinken. Dauerserien, die mit den Jahren eher schlechter wurden.

    Ich bin erschrocken darüber, wie neue Konzepte geblockt werden, wie Ideen oder individuelle Tendenzen im Keim erstickt werden, ja mehr noch. Drehbücher so umgekrempelt, dass wieder das gleiche langweilige Format herauskommt, wie schon dutzende Male gesehen. Wie geistiges Eigentum vereinnahmt wird und man eigentlich keinen Fuß auf den Boden bekommt, sich seine eigenen Rechte zu sichern. Wie Menschen geformt werden, damit sie in ein Konzept passen und Menschen, die ihre Meinung haben gedrückt werden.

    Ich gebe zu, für mich waren die Öffentlich-Rechtlichen immer eine besondere Institution. Klar, war von mir bestimmt blauäugig, aber der Ruf eilte nun mal so voraus. Was dort kommt, glaubt man. Man ist sicher, vernünftige Informationen zu erhalten, ohne die Sensationslust und Skandalgier und den Blutdurst der privaten Sender ertragen zu müssen. Doch wenn man liest, dass auch viel hiervon nicht korrekt ist oder verdreht oder gar die privaten mit unseren Geldern auch noch gefördert werden, ja dann frag ich mich doch, warum wir uns eigentlich so verarschen lassen und brav weiter die Gebühren zahlen für etwas, das uns doch nur ärgert. Denn es ist wie es ist, in der heutigen Zeit verbringen wir doch immer weniger Zeit vor dem Fernseher. Informationen holen wir uns meist schon eher im Internet, denn dort ist es aktueller. Dort haben wir immer Zugriff drauf dank unserer modernen Kommunikationsmöglichkeiten.

    Man fragt sich, wie sich die ÖR halten können, warum wir dies alles mitmachen. Doch wenn man liest, wohin Rechtsstreite führen und wer noch alles die Hand darüber hält, dann braucht man sich eigentlich nicht weiter wundern. Ich bin sehr froh, doch einmal einen winzigen Ausschnitt aus dem erfahren zu haben, was wirklich so dahinter steckt. Denn vor so etwas brauche ich dann keinen Respekt mehr zu haben, wie ich es früher noch hatte.

    Fazit:
    Allen, die auch nur etwas Interesse an diesem Inhalt haben, kann ich nur empfehlen, sich das Buch zu besorgen und zu erfahren, wie es wirklich läuft. Was eine Macht dahintersteckt, was mit unseren Gebühren passiert und wie Menschen quasi zu Marionetten gepresst werden. Und das von einer Institution, der man doch eigentlich sein Vertrauen schenkte.

  • #5

    Daniel Anderson (Samstag, 28 September 2013 12:23)

    Sehr geehrte Frau Joens,
    herzlichen Glückwunsch zu dem Mut, Ross und Reiter zu nennen - Respekt. Wahrscheinlich kommt man irgendwann an den Punkt, wo es einem scheißegal ist, ob man tatsächlich noch Teil dieses Systems sein möchte. Viele meiner Kollegen und ich, die eher in der zweiten und dritten Reihe stehen, haben bereits hingeschmissen und überlassen das ZDF beispielsweise den Sachwaltern und Nichtkreativen. Und dass sich das ZDF beispielsweise das leisten kann, Kreativität nicht mal zur Kenntnis zu nehmen, liegt, da gebe ich allen jenen Recht, die sturmlaufen gegen die Gebühr, genau eben an dieser Gebühr. Ich will die Reihe der eingereichten und nichtgelesenen Projekte hier gar nicht verlängern, aber auf meinem Schreibtisch stapeln sich die Exposés, Präsentation und Konzepte, die sogar teilweise vom Sender initiiert wurden und die doch niemand gelesen hat. Jahrelang gegen Türen zu rennen, die verschlossen sind, erzeugt nicht nur blutige Nasen, sondern auch Resignation und führt schließlich zum Aufgeben. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg, bei allem, was Sie nun beginnen mögen.
    Mit freundlichen Grüßen
    Daniel Anderson

  • #6

    FlyingXeon (Montag, 30 September 2013 09:50)

    So, ich bin nun am Wochenende auch durch das Buch durchgekommen.

    Der letzte Teil der Tanztherapie endet wirklich mit einer Überraschung. Hier hatte ich den Eindruck, dass die Autorin sich selbst in der Therapeutin wieder sieht, oder?

    Im vorletzten Kapitel werden 7 Vorschläge zu Verbesserungen bei den öffentlich-rechtlichen präsentiert. Nach der Lektüre von "Tanz der Zitronen" bin ich der Meinung, dass diese Punkte durchaus vernünftig sind. Vor allem die Punkte "Niedrigerer Verwaltungsaufwand", "Mehr Transparenz", "Neue Kostenstruktur" und "Ein Sender für den Filmischen Nachwuchs" halte ich für sehr sinnvoll.

    Was mein eigenes Fernsehverhalten angeht, muss ich gestehen, dass aufgrund der hin und wieder gesendeten Dokumentarfilme bei mir doch manchmal ein öffentlich-rechtlicher-Sender läuft. Aber warum ich dann für Carmen Nebel, Fußball und Boxen bezahlen soll, ist mir unklar. Eine neue Kostenstruktur wäre daher dringend nötig.

    Alles in Allem war "Tanz der Zitronen" ein sehr interessantes und aufdeckendes Buch. Neben den harten sachlichen Fakten erfährt man auch etwas über das Leben der Autorin. Das Buch ist humorvoll geschrieben und das Lesen macht Spaß. Ich danke der Autorin für ihren Mut.

  • #7

    David M. (Montag, 30 September 2013 16:31)

    Das Buch „Tanz der Zitronen“ von Nicole Joens erzählt die Insidergeschichte einer Drehbuchautorin, die über einen Zeitraum von 20 Jahren für ARD und ZDF gearbeitet hat. Dabei zeigt das literarische Sachbuch auf, wie bei den öffentlich-rechtlichen Sendern mit den Gebührengeldern umgegangen wird: Korruption, Vetternwirtschaft, unfaire Autorenverträge, unnötige Gerichtsverfahren und unfähiges Personal scheinen an der Tagesordnung und Ursache des für jeden sichtbaren, qualitativ minderwertigen, Fernsehinhalts zu sein. Dabei flechtet die Autorin auf humorvolle Art und Weise ihre eigenen Erlebnisse mit ein, angefangen von ihrer Arbeit als Drehbuchautorin, über ihr Auftauchen auf „der schwarzen Liste“ des ZDF bis hin zu einem langjährigem Gerichtsverfahren gegen sie. Am Ende des Buchs führt die Autorin eine Reihe von „Vorschlägen zur Strukturverbesserung“ an, die sich die Verantwortlichen bei den Sendern zu Herzen nehmen sollten.

    Insgesamt ist „Tanz der Zitronen“ ein sehr interessantes Sachbuch, welches unerwartete und auch erschreckende Einblicke in die Welt des öffentlich-rechtlichen Fernsehens liefert. Dabei ist es dennoch humorvoll geschrieben, so dass das Buch dem interessierten Leser trotz aller Empörung das eine oder andere Schmunzeln entlockt. Seit der Lektüre des Buchs sehe ich mit anderen Augen fern!

  • #8

    unclethom (Montag, 30 September 2013 19:34)

    Huch! Schon fertig. Vieles was der Zuschauer geahnt hatte aber nicht wusste wurde in dem Buch mutig wiedergegeben. Für Ihren Mut meinen Herzlichen Dank. Ich brauch jetzt ein paar Tage bevor ich meine Rezension einstellen werde.
    Vorab kann ich allerdings meine Bewertung verkünden: Für den Mut sich den öffentlich rechtlichen und dem ganzen korrupten System entgegenzustellen vergebe ich volle 5 Sterne. Das informativ sehr hochwertige Buch lässt dann auch über die technischen Fehler hinwegsehen.
    Bedanke möchte ich mich nochmals bei der mutigen Autorin und dem Verlag. Vielen Dank!

  • #9

    matheelfe (Samstag, 05 Oktober 2013 21:16)

    Die Autorin ist freischaffende Drehbuchautorin. Sie hat lange beim öffentlich-rechtlichen Fernsehen gearbeitet. Der Tod der Redakteurin Annika ist einer der Gründe für die Entstehung des Buches.
    Das Buch wird innen als „Literarisches Sachbuch“ bezeichnet. In meinen Augen genügt diese Bezeichnung nicht, ist es eine Kombination aus Sachbuch und Familiengeschichte.
    Akribisch beschreibt die Autorin die Veränderung im öffentlich-rechtlichen Fernsehen in den letzten Jahren. Obwohl immer mehr Geld in die Kassen fließt, lässt die Qualität der Programme nach. Das kann ich als Fernsehzuschauer nur bestätigen. Doch die Autorin bleibt nicht bei den Fakten stehen. Sie nennt Ursachen. Sie bemängelt, dass es kaum eine Kontrolle für den Umgang mit den Gebühren gibt. Ich möchte nicht auf konkrete Vorwürfe eingehen, doch die Aussagen waren für mich logisch nachvollziehbar. Durch persönliche Erfahrungen und Auszüge aus Presseveröffentlichungen wurden sie belegt. Es ist erschreckend, was hinter den Kulissen läuft und welchen Einfluss mittlerweile die Parteipolitik auf das Programm nimmt. Das widerspricht dem Rundfunkstaatsvertrag und den Aufgaben der öffentlich-rechtlichen Sender. Das Recht auf geistiges Eigentum wird bei den freien Autoren regelrecht ausgehebelt.
    Ihr Anliegen hat die Autorin mir zusätzlich in drei Abschnitten auf humorvolle Art nahegebracht. Sie nenne sich „Tanz der Zitronen“ und beinhalten Dialoge zwischen ARD und ZDF in einer Psychiatriepraxis.
    Sehr gut gefallen hat mir, dass die Autorin ihr persönliches Leben mit politischen Entwicklungen in der Bundesrepublik und speziell in Bayern in Zusammenhang bringt. Nicht alle Ereignisse, die sie erwähnt, waren mir noch gegenwärtig.
    Nachdem ich das Buch gelesen habe, frage ich mich, wie sich viele Dingen mit den Gesetzen in unserem Land vereinbaren lassen.
    Am Ende des Buches äußert die Autorin mehrere konkrete Vorschläge, was sich wie ändern müsste. Sie sind gut durchdacht und sicher realisierbar, wenn der Wille dafür vorhanden ist.
    Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es legt die Finger auf eine Wunde unserer Gesellschaft. Ich bewundere ihren Mut. Bewusste Manipulation der Meinung, seichte Unterhaltung und Verschwendung von Gebühren dürfen im öffentlich-rechtlichen Anstalten keinen Platz haben.

  • #10

    Franz Jammer (Dienstag, 08 Oktober 2013 09:09)

    Ein klasse Buch - mutig und spannend. Man muss sich dabei klar werden, dass dieses Thema nicht nur ein künstlerisches Thema ist. Das ganze System des ÖR ist darauf aufgebaut einen Markt unter sich aufzuteilen, die Gelder beliebig zu verteilen und keinerlei Interesse an gutem Programm, guten Filmen und einer funktionierenden Dienstleistungswirtschaft zu haben. Auf meinem Blog www.filmundfernseh.wordpress.com geht es ebenfalls um die Verschwendung von öffentlich rechtlichen Geldern.

  • #11

    Herbert Hengstler (Montag, 14 Oktober 2013 09:06)

    Das Milliardengrab Rundfunkgebühren ist eine spannende Wirtschafts / Kriminalgeschichte. Auf Grund der politischen Konstellationen und der Verwicklungen der Dienste wird es wie bei RAF oder NSU nie zu einer endgültigen Aufklärung der Straftaten kommen.
    Der öffentlich rechtliche Rundfunk ist jedenfalls ein sehr gutes Beispiel um aufzuzeigen wie in solchen Strukturen gewidmete Gelder zweckwidrig in Milliardenhöhe veruntreut werden.
    Die Diskrepanz zwischen Gesamtbudget der öR und bezahltem Preis pro Minute Programm müssten längst einem Untersuchungsausschuss zur Erklärung vorgelegt werden. Das in dem System Existenzen vernichtet, Personen gemobbt und in den Ruin getrieben werden oder psychische Wracks sind, ist ebenso an der Tagesordnung wie die häufigen "Todesfälle".